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Zahnmedizinische Fachangestellte /Zahnmedizinische Prophylaxeassistentin

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Unter Funktionsdiagnostik versteht man die Analyse der Kaumuskulatur, der Kiefergelenke und der Zähne. Mit Hilfe der Funktionsanalyse kann man feststellen, ob eine Fehlfunktion, wie etwa ein falscher Biß vorliegt. Die Funktionsanalyse wird beim Vorliegen von Beschwerden oder prophylaktisch vor größeren Sanierungen durchgeführt.

Bis zu 70 Prozent aller Menschen haben Funktionsstörungen im Kausystem, teilweise ohne das Beschwerden vorliegen. Die vorhandene Bißlage entspricht nicht mehr der Norm. Die richtige Stellung der Kiefergelenke und die normale Funktion verschiedener Muskeln ist verloren gegangen. Die Gründe dafür können sehr unterschiedlich sein: Zahnverlust, Kippung und Drehung, starkes Pressen oder Knirschen und der damit verbundene überdurchschnittliche Substanzverlust, schlecht sitzender Zahnersatz, zu niedriger oder zu hoher Zahnersatz, Beschwerden nach kieferorthopädischer Behandlung, Fehlfunktionen in der Halswirbelsäule (HWS Syndrom) und weiteres.

 

Im Rahmen einer Funktionsanalyse kann festgestellt werden, ob und welcher Fehler vorliegt. Im Anschluß kann eine Therapie durchgeführt werden. Die Funktionsanalyse umfasst die genaue Untersuchung und Diagnostik aller beteiligter Strukturen: Zähne und Zahnhalteapparat, Muskulatur, Kiefergelenke. In der Muskulatur können durch Abtasten Verspannungen und Triggerpunkte lokalisiert werden. Die Kiefergelenke werden auf Knack- und Reibegeräusche und ungleichmäßige Bewegung untersucht. An den Zähnen können Schliffacetten und starke Abnutzung auf eine Funktionsstörung hinweisen. Rückgang des Zahnfleisches und Zahnlockerung sind weitere Zeichen.

Besonders komplex stellt sich die richtige Zuordnung beider Kiefer zueinander dar. Mit einer genauen Vermessung kann man die Position wieder richtig herstellen.

Eine Funktionsanalyse ist empfehlenswert vor der Anfertigung von umfangreichen Zahnersatz und vor der Therapie von Funktionsstörungen. Dies nennt man auch Cranio Mandibuläre Dysfunktion. Nach einer Vermessung und Analyse der Bisslage durch die Funktionsdiagnostik können Ursachen für vielfältige Beschwerden im ganzen Körper festgestellt und in vielen Fällen erfolgreich therapiert werden.

Die Therapie erfolgt mit einer Repositionierungsschiene. Diese unterscheidet sich grundlegend von einer normalen Knirscherschiene oder einer reinen Tiefziehschiene.

Erfahrungsgemäß stellt sich eine Verbesserung  in einem Zeitraum von etwa drei Monaten ein. Oft verringern sich die Beschwerden schon nach Wochen. Parallel zur Schienentherapie sind Begleitmaßnahmen, wie Physiotherapie und Osteopathie sehr wichtig. Oftmals ist nach einigen Wochen eine Nachregistrierung angezeigt.

Bei einer CMD ist ein Netzwerk aus Spezialisten, die eng zusammenarbeiten, sehr wichtig für den Therapieerfolg!